Lebensraum Arbeitsplatz
Jeder einzelne Leistungsbürger ist immer mehr Druck und Stressbelastungen ausgesetzt. Wir verbringen mehr Zeit an der Arbeitsstätte. Insoferne stellt sich immer deutlicher die arbeitspsychologische Frage ob der Lebensraum Arbeitsplatz eine förderliche oder hinderliche Rahmenbedingung ist. Acht Stunden Verkauf immer in der `Auslage´, am Präsentierteller ohne Rückzugsmöglichkeiten ist zum Beispiel eine sichere Überforderung, denn niemand kann ununterbrochen freundlich sein.
Wir verbringen viel Zeit in Arbeitsräumen aber wir stecken wenig Gestaltungsenergie in diese Umstände weil sie uns ja nicht gehören. Also akzeptieren wir das schleichende Gift.
Wir schauen Stunden auf eine graue Wand und wundern uns, dass wir `depressiv´ werden.
Die Eingangstür im Rücken erhöht die Spannung der Rückenmuskulatur.
Die Glasfassade setzt uns unnötigen Hitzebelastungen aus. „ Man kann einen Mensch mit einem Raum genauso erschlagen wie mit einer Axt.“
Welche positiven Gestaltungseinflüsse kann ich an meinem Arbeitsplatz setzen.
Ich wundere mich in meinen Entspannungsseminaren immer wieder warum so viele Leute in der Arbeit ernst und verbissen dreinschauen. Da hilft es schon sich über Symbole, Bilder gelegentlich zu erinnern, dass das Menschenrecht auf Würde und Integrität über den Arbeitsrechten steht – sonst ist man verkauft.
Kolumne Durchgeblickt Welser Rundschau




