Einschulung in Österdorf

Dienstag, 28. Juni 2005

Kann man es wirklich als fortschrittlich bezeichnen, wenn Kinder in die erste Schulklasse gehen und dort mit 30 anderen eingeschult werden. Aus meiner Sicht ist das ein mittelalterlicher Blödsinn. Als Managmenttrainer weiß ich, dass man mit höchstens 18 Erwachsenen wirklich überfordert ist, sinnvoll zu arbeiten. Wie kann ein Lehrer 30 Einzelkinder unterrichten - unmöglich, noch dazu, wenn Kinder mit Verhaltensschwierigkeiten und Kinder, die die Sprache nur mäßig beherrschen dabei sind.

Zugleich liest man in der Zeitung. 60 Lehrer verlieren ihren Job, da die Zahl der Geburten von 24.538 Kindern im Jahr 1961 auf 13.300 im Jahr 2000 zurückgegangen ist. Interessant finde ich auch, dass das Durchschnittsalter der Pflichschullehrer 48 Jahre ist, tja. Da könnte man gut in die Zukunft unserer Kinder investieren. Der Staat, die Gemeinden sparen an der falschen Stelle und sorgen so mit großer Sicherheit für ein Ansteigen von Problemen.

In der gleichen Zeitung (OÖN) liest man: `Lehrer sollen mehr strafen dürfen´-nona. Auf Fehlverhalten, etwa verbale Angriffe gegen Lehrer, sollen unmittelbare Konsequenzen folgen. Das könne vom `Länger-in-der-Schule Bleiben´ bis zum zeitweisen Herausnehmen aus dem Klassenverband gehen, sagt der Vorsitzende der O.Ö. Lehrergewerkschaft.

Wenn sich eine Schwierigkeit nämlich zu große Schulklassen und eine andere Schwierigkeit - zu alte Lehrer und dann noch der Wandel der `Kinderkundenbedürfnisse´(viele Einzelkinder, andere Kulturen, Stressbelastung der Eltern, etc..) dann wird es so wohl nicht gehen und der Rückfall in die schwarze Pädagogik ist das Amen im Gebet und alle schauen zu, weil´s halt so ist.

Ich - als seit 20 Jahren pädagogisch tätiger Psychologe - sage: Man sollte die politisch Verantwortlichen, die die wahnsinnigen Rahmenbedingungen, die sich da `Schule´ nennen, zeitweilig aus dem Bezug der Steuergelder nehmen, sie bei den Ohren ziehen, damit sie aufwachen und bei jedem auftretenden Folgeproblem vor ihrer Bürokratentür stehen und ihnen die Zeit stehlen, denn sie stehlen unseren Kindern die Zukunft.

Arbeiten in Österreich

Montag, 27. Juni 2005

3.583.712 Menschen standen im Durchschnitt des vergangenen Jahres im Erwerbsleben bei einer Selbstständigenquote von 10,7 %.
Davon 3.199.012 Menschen als unselbstständig Beschäftige
104.300 Selbstständige aus der Landwirtschaft sowie der gewerblichen Wirtschaft.
208.400 Freie Berufe.

Dieser Zahl stehen 1,77 Mio Pensionisten gegenüber.

Von den Gesamtbeschäftigten sind 675.200 nur Teilzeitbeschäftigt, davon sind 576.800 Frauen.

der Zuwachs an Arbeitstellen ist auschließlich Firmen zwischen 100 und 499 Mitarbeitern (15,4% +) und Firmen bis 99 Mitarbeitern (9,5+) zu verdanken. Firmen über 500 Mitarbeiter haben gerade um 1 % zugelegt. ( Gewinn extra Juni 2005)

Pension woher?

Montag, 27. Juni 2005

Zum Stichtag der letzten Volkszählung waren 1,7 Millionen Menschen über 60 Jahre alt. Verbrachten Anfang der 70er Jahre Männer im Durchschnitt 13 und Frauen 18 Jahre in Pension, so lagen diese Druchschnittswerte 30 Jahre später bereits bei knapp über 21 bzw 26 Jahren. Zugleich gibt es den `Hang zur Frühpension´. In Österreich sind nur rund 30 % der 55 bis 65-jährigen Arbeitnehmer noch erwerbstätig, der große Rest ist arbeitslos oder schon in Pension. Im Jahr 20412 werden 2,8 Mio Österreicher über 60 Jahre sein. Gleichzeitig wird die Gruppe der 15 bis 60-jährigen auf 4,4 Mio schrumpfen. Aktuell kommen auf 1.000 unselbststängige Erwerbstätige (exclusive Beamte) 609 Pensionisten, das heißt das Verhältnis beträgt 10:6.

Sonne

Sonntag, 26. Juni 2005

sonneDie Sonne scheint ob du´s merkst oder nicht.

Ich selbst muß Sonne sein, ich muß mit meinen Strahlen das farblose Meer der ganzen Gottheit mahlen. (Johann Scheffler)

Qualitäten spiritueller Reife

Sonntag, 26. Juni 2005

1.) die Fähigkeit, zu lieben oder Mitgefühl zu empfinden
2) im Jetzt zu leben, hier zu sein anstatt irgendwo anders
3) die Fähigkeit loszulassen und neu zu empfangen
4) Heiterkeit und Sinn für persönliche Freihei
5) Verbindung mit der Erde und dem täglichen Leben
6) mythische Weltsicht
7) Humor und Spiel

Christina GROF

Umgang mit Problemen

Sonntag, 26. Juni 2005

Was dir heute Hürde ist, wird dir morgen Schlüssel sein.(Rumi)

Liebessinn

Sonntag, 26. Juni 2005

Einen Menschen um seiner selbst willen lieben besteht darin, dass der andere an sich dir lieb ist, das heißt, das du dich freust, ihn zu sehen, mit ihm bekannt zu (sein) werden und Zeuge der Eigenart seines Wesens zu sein, und zwar darum, weil du ihn schön findest. (Al Ghasal)

Wer vermag denn zu lieben? Wer kann es? Noch keiner. (Rilke)

Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist: die Freiheit eines Lieben nicht zu vermehren um alle FREIHEIT, die man in sich aufbringt. Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies: einander lassen, denn dass wir uns halten, das fällt uns leicht und ist nicht erst zu lernen. (Rilke)

Aber nun, da so vieles anders wird, ist es nicht an uns, uns zu verändern? Könnten wir nicht versuchen, uns ein wenig zu entwickeln, und unseren Anteil Arbeit in der Liebe langsam auf uns zu nehmen nach und nach? Man hat uns alle ihre Mühsal erspart, und so ist sie uns unter die Zerstreuungen geglitten.. Wir sind verdorben vom leichten Genuss .. Wie aber,..wenn wir ganz von vorne begännen, die Arbeit an der Liebe zu lernen (Rilke)

Jemand der dich bedingungslos liebt schaut zu und akzeptiert dich.

Man kann anderen Menschen nichts beibringen und ihnen keine Kraft geben ohne gleichzeitig selbst etwas zu lernen und eigene Kraft zu gewinnen. Anderen Menschen Kraft zu geben bedeutet sie bei positiven Veränderungen in ihrem leben zu unterstützen. Kraft geben bedeutet, die Menschen zu lieben statt zu retten.