Schönheit

Sonntag, 26. Juni 2005

Die Dinge so schön wie möglich tun....

Denn alles Schöne erregt bei dem, der die Schönheit wahrnimmt Lust, und alles, was Lust erregt, wird geliebt.
Das als schön Empfundene kann entweder die äußere Gestalt, das heißt die Schönheit des Leibes, oder die innere Gestalt sein, das heißt die Vollkommenheit der geistigen und die Schönheit der sittlichen Anlagen. Aus dieser folgt Schönheit des Handelns, aus jener Reichtum des Wissens.

Der Weg der Freiheit

Sonntag, 26. Juni 2005

Gib mir die Freiheit, ohne Echo zu singen,
Gib mir die Freiheit, ohne Schatten zu fliegen.
Und zu lieben, ohne Spuren zu hinterlassen.
(I. Tweedie)

Geh weiter !

Sonntag, 26. Juni 2005

Wir werden des WEGES geführt, den wir wählen.

Der Mensch ist selber immer `Schwelle´ (Derwish), die Gegenwart (die Zeit, die Gegenwart Gottes) hält niemals an (..) Wo jeder Mensch im Augenblick `zu Ende´ ist, da sind die `ilaha´, die `Götter´ für ihn, dort wird es ihm zunehmend eng. (( Aber aus der Geborgenheit wird bald das Gefühl der Gefangenschaft. Der Mensch möchte sich von dem befreien, was ihn hält. Er kennt nicht mehr die Gefahren, sondern hat sich an die Sicherheit gewöhnt, welche ihm die funktionierenden Institutionen gewähren.)) Begrenzung ist was einen Menschen quält. Jegliches Weitergehen gelingt einem Menschen nur dann, wenn entweder die MAUER seiner Sichtweise und Seinsweise fällt oder wenn er ein `Loch´ in seiner `Mauer´ erspäht. Das Hindurchzwängen selbst ist das illa- (...außer...) Terrain: Geburtskanal für den neuen Beginn. Hier spürt er die Last seines Weges und der Welt und wird zur `Achse´, die trägt. Die Welt verdichtet sich um ihn, sodass die Flucht unmöglich wird. Hier herrscht er entweder - oder verdirbt.

Respektieren Sie jeden Menschen als ein Geschenk, so wie auch jeder Augenblick ein Geschenk ist.

Leben

Sonntag, 26. Juni 2005

Das ist mein Streit: Sehnsuchtgeweiht durch alle Tage schweifen. Dann, stark und breit mit tausend Wurzelstreifen tief in das Leben greifen - und durch das Leid weit aus dem Leben reifen, weit aus der Zeit. RILKE

Lachen

Sonntag, 26. Juni 2005

Was ist ein verlorener Tag? Ein Tag, an dem du nicht gelacht hast.

Wenn du schon keinen Boden unter den Füßen hast, dann stell wenigstens einen Hubschrauber drunter.

Freiheit 3.

Sonntag, 26. Juni 2005

Wer sich Selbst kennt, kennt seinen Herrn. (Ibn Arabi-Sufismus)
Liebe die anderen, wie dich Selbst. (Christlich)
Sei du Selbst und beobachte. (Buddhistisch)

Was also ist das richtige Verhältnis zu sich Selbst.
Was ist der Zweck der Sinnsuche, des ewigen Kreisens um sich Selbst.
Warum ist es so schwer sich die Freiheit zu nehmen, mehr `Zeit für sich Selbst ´zu nehmen.

Der Mensch kann ´in sich gehen´und er kann `aus sich herausgehen´. Er pendelt zischen der Annäherung an seine Mitte.

Jeder hat die Freiheit sich Selbst zu übergehen oder auf sich Selbst zuzugehen.
In der Mitte sein.

Es heißt: Wer einen Schritt auf Gott zu geht, dem kommt er zehn Schritte entgegen. Wenn Gott im Menschen wohnt, dann in der Mitte , da wo der Mensch ganz bei sich selbst ist. Wenn der Mensch also auf sich Selbst zugeht, in das brodelnde Zentrum der Unruhe, da wo der unbewegte Beweger wohnt. Dann trifft er dort auf etwas das ihn stärkt und nährt und in gerichtet aus dieser Mitte hinaus in die Welt schleudert, dorthin wo es etwas zu tun gibt.

Wenn er aber draußen feststeckt im Bündel seiner Automatismen und Gewohnheiten, versteckt in dem Sinn, den ihm die Institution gewährt, dann ist er außer sich. Dann wird der Mensch leer und hohl. Er braucht also die Entbindung aus den Automatismen des Funktionierens und er braucht die Entbindung aus sich Selbst um sich in der Welt und im Tun - in dem was er bezweckt - wieder neu zu begegnen. So sagt man auch der Zweck heiligt die Mittel.

" Durch die Entkoppelung von Antrieb (der Mench ist im Stande, seine Gefühle und Bedürfnisse bei sich zu behalten, dadurch werden aber seine Antriebskräfte gestaut) und Handlung entsteht `Intelligenz´, mehr nocht diese Entkoppelung ist Intelligenz und damit zugleich jener `Hiatus´, der das entstehen lässt, was man dann Innerlichkeit, Reflexivität, Imagination usw. nennt. Dieser `Hiatus´bringt es auch mit sich, dass der Mensch zu einem Doppelwesen wird, das eine wirkliche und eine mögliche Welt bewohnt und in die prekäre Situation gerät, beide irgendwie miteinander verbinden zu müssen. Oft genug mißlingt es ihm. Es kann eine immer subtilere Innenwelt ausbilden, die sich vom Zusammenhang mit Handlungen überhaupt löst. (folgenlose Phantasie, Süchte, fiktive Betätigungen, Rauschmittel, Asozialität,..) Safranski S. 108

Freiheit von mir Selbst

Sonntag, 26. Juni 2005

In der 1952 erschienenen Arbeit ÜBER DIE GEBURT DER FREIHEIT AUS DER ENTFREMDUNG fasst Gehlen (Arnold Gehlen) seine Anthropologie in dem Gedanken zusammen: " Der Mensch wird durch seine Subjektivität überfordert. Es lässt sich nichts auf sie gründen, weil sie ins Nichts hinabreicht, in jenen `Hiatus´, der sich öffnet, wenn der Mensch aus den Automatismen seiner HANDLUNGEN herausfällt und innerlich wird. Statt zu sich zu kommen, sollte er besser versuchen, zur Welt zu komen. Versachlichung und Objektivierung sind überlebensnotwendige Entfremdungen. Der Mensch ist ein Weichtier, die Institutionen sind die SCHALEN UND PANZER, DIE IHM HALT GEBEN UND IHN SCHÜTZEN. Der Mensch kann zu sich und seinesgleichen ein dauerndes Verhältnis nur indirekt festhalten, er muss sich auf einem Umweg, sich entäußernd, wiederfinden, und da liegen die Institutionen. (:::) Der Mensch soll sich nicht nach sich selbst richten, da er sündig (...bitte eine eigene Übersetzung dieses Begriffes finden....) ist, so lehrte Augustinus Gehlen erklärt: Der Mensch kann sich nicht nach sich selbst richten, weil er ein solch fest umrissenes Selbst gar nicht besitzt. Der Mensch ist ein Wesen, zu dessen wichtigster Eigenschaft es gehört, `zu sich selbst Stellung nehmen zu müssen.´Aus seinem Selbstverhältnis zieht er keinen Selbstgewinn, sondern er entdeckt nur die Fraglichkeit seines Wesens. Allenfalls gerät er in eine Kreislaufbahn um sein unbekanntes Selbst. Im unmittelbaren Selbstbezug gibt es keine Feststellung darüber, was und wer der Mensch ist. Diese Dauerfraglichkeit aber ist eine Überforderung, die nach Entlastung verlangt.. Die Institutionen bewahren den Menschen davor, im Wirbel der Fragen unterzugehen. Der Anfang der Insitutionen ist das Enede der Fragen. Das menschliche Talent für die Institution beruht darauf, dass er `Intentionen´hat, die von ihm selbst wegführen und ihm erlauben, sich in den Weltbezügen festzuleben. Das geschieht durch Handlungen. ( Come to Kinetiks !!) Handlungen verdichten sich in Institutionen und werden dort, unter Einsparung von Energie und beschwerlicher Eigeninitiative, zu regelhaften Abläufen und Automatismen.(Rüdiger Safranski: Das Böse oder Das Drama der Freiheit S. 105/106)