EIN Leben

Montag, 5. Dezember 2005

Ich wollte EIN Leben finden. Du wurdest mir gegeben um zu lernen,
dass wir nicht das Licht mit dem Schatten verwechseln auch wenn er farbig ist.
Gott ist schön und die Frau ist seine schönste Erscheinung.
Ich habe mich und mein Sehnen in dir erkannt.
Und dieses Gefäß deiner hingebungsvollen Liebe hat mir ermöglicht alle Lust und Liebe meines Lebens einzusammeln und einzuschmelzen in einen beständigen Strom der Begegnung, der eine Richtung hat.
Dein zur Seite treten hat aus der Sehnsucht den Schmerz des Getrenntseins werden lassen, der mich der Allverbundenheit spüren lässt, denn Unterscheidung ist vollzogener Zusammenhang.

Du bist zwischen mich und das Licht getreten und so hast du in mir deine Schatten gesehen und ich in dir meine Möglichkeiten im Kosten des Lichstrahls Gottes in dir, mit dir, aus dir und durch dich hindurch - die Liebe zwischen Mann und Frau als zwei in der Einheit. Nun da du mich nicht mehr schützt und leibst und heilst bin ich blind und leer, das Verloren und Verlassen, das abgestorben Sein im gleissenden Licht ermöglicht ein zartes Sein, das Aufkeimen des Selbst als das innerste Wesen mitten in mir und ich beginne zu vertrauen und dankbar zu sein, für das Bewusstsein der Getrenntheit und den Möglichkeiten in Verbindung zu gehen. Ich beginne das Schwere leicht zu nehmen und das Schwingen und Singen des Herzens zu spüren, wie das Zwitschern der Vögel im zarten Frühlingslicht.
Langsam ganz langsam und voller Ernst und in deiner unendlichen Langsamkeit beginn sich mein wahres Selbst zu regen ganz allein

Göttliche Präsenz

Montag, 5. Dezember 2005

Wir gehen immer verloren, wenn uns das Denken befällt
und werden wiedergeboren, wenn wir uns ahnend der Welt
anvertrauen und treiben - wie die Wolken
im hellen Wind
denn alle Grenzen, die bleiben, sind ferner als der Himmel sind.

Und es will vieles werden, aber wir greifen es kaum
wie lange sind wir der Erde ängstlich noch im Traum?

Fragwürdig noch wie lange, da alles sich schon besinnt
da das, was einstens so bange, schon klarer vorüberrinnt.

Dass uns ein Sanftes geschehe, wenn uns der Himmel berührt,
wenn seine atmende Nähe uns ganz zum Hiersein verführt.
(Gebser)

Sich Finden

Montag, 5. Dezember 2005

Sie haben lange zusammen gelacht
und lernten sich nahen und nennen
und als sie standen am Rande der Nacht, da konnten
sie sich nicht erkennen.

Wo bist du ?
Wo bist du ?
Und keines sprach.
Sie müssen im Walde wandern
und rasten und hasten und tasten nach
eines dem Weinen des Anderen. (Rilke)

Freude

Montag, 5. Dezember 2005

Da lächelt mein Herz
und neigt sich dem Leben
anmutig anspruchsvoll zu
schweigend dem Tanz des Seins ergeben
der Freude am spürbaren Du.

Begegnung

Montag, 5. Dezember 2005

Wenn die Worte rasten,
hört der Verstand auf zu hasten
und die Seele kommt endlich zur Ruh.
Sie legt ab ihre Lasten
und kann beginnen zu tasten
nach der echten Begegnung im DU.

Tod

Montag, 5. Dezember 2005

Der EINE
Der Tod ist groß
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben wähnen wagt er zu weinen
mitten in uns (Rilke)

Die ANDERE
Tod
Loslassen heißt sterben,
ohne zu wissen was sich erneuert
auch wenn die Hoffnung eifrig beteuert
dass es sich immer lohnt.

Sinn

Montag, 5. Dezember 2005

Let´s have a little bit of room for that which is meaningsfull to us. (Malicek Moshan)