Stille

Dienstag, 8. Dezember 2009

Der Weg nach innen

Stille ist nicht einfach da, wenn einer sie sucht . denn sie entsteht nicht von selbst, wo das äußere Leben zurücktritt, wo die Hast der Arbeit sich entfernt oder der Strassenverkehr verstummt. Das einsame Zimmer am Ferienort ist noch kein Ort der Stille, so wenig wie der abgelegene Raum des Kranken. Denn wo die äußere Welt schweigt, setzen die inneren Stimmen ein, beginnt das Herz zu reden, zu schreien, zu fragen oder sich selbst Antworten zuzulärmen, sthen die Erinnerungen auf, kommen die Gespräche wieder, die abgebrochenen, und schließen sich die Selbstgespräche an, die anklagenden und verteidigenden, die beweisen sollen, dass das Leben ungerecht und die Menschen undankbar seien, der Redende selbst aber ohne Schuld.
Eine Stille, der auf die Dauer unsere Liebe gehören kann, schließt immer ein, das mehr ist als wir selbst: ein Gespräch mit einem Du. Sie bringt ein Wort oder ein Zeichen aus einer anderen Welt.
Ein Zeichen, an dem abzulesen oder abzutasten ist, was der Sinn all der Bedrängnis ist, deren wir uns zu erwehren haben. Was das alles soll. Wo es hinaus will.
Stille entsteht in der Stunde, in der eine quälende Frage ihre gute und klare Antwort gefunden hat. Sie tritt ein, wo uns statt eines ängstigenden Bildes ein tröstliches vor der Seele steht.
Jörg Zink

Vom EGO zum SELBST

Dienstag, 8. Dezember 2009

Morgen bedeutet nichts anderes als das, was nie eintrifft. Das Ego kann nur in dem existieren, was nicht existiert, weil es selbst nicht existiert.
Im reinen Augenblick der gegenwart wirst du kein Ego in dir finden - nur stille Freude, ein stilles, reines Nichts.

Alles was für einen Moment so tief von dir Besitz ergreift, dass du dich selbst vergisst, wie Schönheit, Sex, große Gefahr oder der Tiefschlaf befreit aus dem Ego.

Aber niemand hat eine Vorstellung (wer er ist) und tatsächlich kann auch niemand eine Vorstellung davon haben-denn im innersten Wesenskern bist du ein Mysterium(...) In deinem teifsten, innersten Wesenskern bist du nicht individuell sondern universell.

Alles was existiert ist universelles Sein. Nur an der Oberfläche haben wir Namen, ein Ego, eine Identität.Doch wenn wir den Sprung von der Oberfläche ins Zentrum machen, verschwindet jegliche Identität.

(nach OSHO: das Buch von EGO)

ZUfälliges

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Gehen die Räume weil ich gehe
oder gehe ich weil die Räume gehen. (Norbert Krennmair vormals Aichinger)

frei nach Ilse Aichinger:

Geben die Räume weil ich gebe oder
gebe ich weil die Räume geben.

Am Rand SEIN

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Kommt an den Rand, sprach er. Sie entgegneten: Wir haben Angst.
KOmmt an den Rand, sprach er. Sie kamen.
Er versetzte ihnen einen Stoß....
...und sie konnten fliegen. (Guillaume Appollinaire)