Für sich Selbst sorgen
Für sich selbst sorgen
„Eigentlich sollte ich aufhören, weil ich schon total erledigt bin aber es liegt noch soviel herum und irgendwer muss es ja machen.“ Erwischen Sie sich öfter bei „Eigentlich...“, dann haben Sie einen guten Hinweis, dass ihr Leben in zwei verschiedene Richtungen läuft. Diese Grätsche kostet Energie und schafft Ver-Spannungen.
Der ständige Anstieg der Leistungsanforderungen ist ein schleichendes Risiko für immer mehr engagierte und verantwortungsbewusste Mitglieder der Leistungsgesellschaft, das sowohl für den Einzelnen vor sich selbst als auch für die Arbeitgeber bis zum seelischen, körperlichen oder ökonomischen Zusammenbruch unbemerkt bleiben kann.
„Wenn man einen Frosch in ein heißes Wasser schmeißt springt er wieder raus, weil diese Umgebung für ihn lebendbedrohlich ist. Wenn man ihn in ein lauwarmes Wasser setzt und die Temperatur langsam erhöht, platzt er einfach. Er merkt den Anstieg nicht. Es fehlt die deutliche Wahrnehmungsschwelle. So ist es auch mit dem langsamen unmerklichen Anstieg der Mehrbelastung in Verbindung mit persönlicher Vogelstrausspolitik.
Die Temperatur in der Leistungsgesellschaft steigt, daher entstehen neue Anforderungen an die Selbstbehauptung und Selbstkultur. Die Kraft zur Gestaltung der alltäglichen Anforderungn kommt aus dem Kontakt mit dem Inneren, den eigenen Bedürfnissen, Werten und dem Gespür. Das sich nicht mehr Spüren ist, wenn auch alltäglich burn-out Stufe 4 von 12 und ein ernstzunehmendes Risiko.
Von 100 Erwachsenen haben vielleicht 5 eine Entspannungstechnik erlernt.
Es ist aber mit etwas Übung gut möglich sich in sehr kurzer Zeit, sagen wir 5 Minuten wirklich tief zu entspannen und durch die Unterbrechung der Spannungsmuster wieder neue Kräfte zu sammeln.
Wenn wir die Zeit, in der wir keine Zeit haben für die kleine Unterbrechung zum Abkühlen der überhitzten Leistungsaggregate verwenden ist alle Zeit der Welt, um die eigene Gesundheit in die Hand zu nehmen und das Energielevel zu erhöhen oder zumindest zu stabilisieren. Nur der ist ein Mensch, der sich dem süßen Nichts-Tun hingeben kann. Wer nicht 20 min am Tag Zeit hat für das Wesentliche, für die eigene Gesundheit und Integrität, führt kein selbstständiges Leben sondern ist fremdbestimmt und sollte beginnen für sich selbst zu sorgen, denn „Solange ich lebe ist es nicht zu spät sich daran zu beteiligen.“
Kulumne Durchgeblickt in:Welser Rundschau 2005
www.nok.at




