Barmherzigkeit mit sich Selbst

Donnerstag, 17. Mai 2007

Affirmation: " Ich muss mir von mir selbst nicht alles gefallen lassen."

Gedicht
Wenn er kommt, der Besucher,
der Neugierige und dich fragt,
dann bekenne ihm,
daß du den Sinn des Lebens
immer noch nicht gefunden hast,
daß du geliebt hast,
aber unzureichend.
Daß du gekämpft hast,
aber mit zaghaften Armen.
Daß du an vielen Orten zu Hause warst,
aber ein Heimatrecht hast an keinem.
daß du dich nach dem Tode sehnst
und ihn fürchtest,
daß du kein Beispiel geben kannst
als dieses: immer noch hoffen.
Marie Luise Kaschnitz

Wiederbelebung

Dienstag, 27. September 2005

Zum Nachklang ......
für die lebenserfüllende Platzanweisung

Wiedergeburt

Erst war eine Einladung Teil zu nehmen dann eine liebevolle Ideenform der Erinnerung
Ein Hauch so zart wie ein Schmetterling und einige Eröffnungen
Über das Wesen der Erinnerung.
Dann die Aufgabe in der Aufgabe und das suchende Angehen und Aufgehen einfach so, ohne Sinn.
Dann kam Er in der ihm zugewiesen Form, als tanzender Schmetterling, der für den toten Reiter steht, der für den Alllebendigen steht.
Erst war ich verwundert, dann kniete ich nieder, dann lief ich weg, um das was geschieht, das Unglaubliche dieser Erscheinung festzuhalten in einem Bild - welche Oberflächlichkeit.
Dann legt ich mich Ihm zu Füßen, dann tanzte er wieder weiter auf seinem Weg und ich lag da und schaut mich um mit geöffneten Augen.
Und ich merkte seinen Tanz, sein Spiel, seine Zärtlichkeit, den Hinweis in diesem Hinweis und seine wache Erregung waren welch unscheinbar schönes Wunder - nur für mich und er führte mich an einen Platz, meinen Platz, ein Platz zwischen zwei Felsen, beborgen, völlig friedlich und fröhlich und frei, einfach zum Sein, zum Eintritt ins Dasein der eingebundenen Selbstbewusstheit, der Bewusstheit über die Bewusstheit.
Ein wieder neu geboren sein in sich aus sich und zu sich selbst in diesen einzigen einzigartigen erhabenen Augenblick an diesem einzigartigen Ort.
Erst jetzt zu Hause im Alltag merke ich, dass er wieder lebt, dass er wiedergeboren ist und ich merke auch, dass ich mit ihm gestorben war, damals vor nicht allzulanger Zeit einer Fegefeuerewigkeit. Jetzt weiß ich, er ist unvergänglich, ewig so wie die Liebe und ich weiß um die Einheit unseres Wesens.
Danke.
Denn Dein ist die Kraft und das Licht und die Herrlichkeit.
Gekreuzigt, gestorben, begraben und wiederauferstanden von den Toten. Er sitzet zur rechten Hand Gottes
und weist wen er will -
Der alte Zauberer - der in allem Erscheinenden erscheint.
Komm nur, komm die Welt ist schön.

Giglio sept 2005

Ein Herz und eine Seele

Dienstag, 27. September 2005

Licht über Licht, siehst du das Strahlen, das weiße Licht, das dein Herz und deine Seele durchdringt, das ein unhörbar fröhliches Lied dir singt und ohne Töne all dein Wesen beschwingt. Es ist Zeit, es ist Zeit, du bist bereit – öffne dich ganz weit für dich selbst und die Essenz desselben. Blick nur hin, blick nur hin, du kannst es sehn und spüren, lass dich still und sanft berühren.
Lass all den Alltag links liegen und lass dich nicht verbiegen.
Dein Leben war so lange schwer, langsam ist es leer und wir befüllen alle Hüllen mit unserem Sinn und darin gibt es kein wohin.

Text enstanden auf dem Inselseminar in Giglio Sept 2005

Jenseits der Krisis

Dienstag, 27. September 2005

Ohne Leben
nur mit Lebendigkeit
machte sich ein Nichts auf den Weg.
aus: waldefried pechtl der weg der wertschätzung. Verlag Dietrich

Der Weg der Wertschätzung : Gedichte und Lehrgedichte
Waldefried Pechtl, Reinhold Dietrich

IDENTITÄT und falsche Götter

Samstag, 13. August 2005

"Falsche Götter (die, bei denen wir Liebe suchen, die aber keine Liebe geben können sondern uns benutzen um ihre eigenen´Größen´zu stabilisieren) sind beides: Erzeugnis wie auch Erzeuger einer vergeblichen Suche nach einer Identität, die uns rettet. Solange wir uns der uns umgebenden Lieblosigkeit nicht wirklich stellen, werden wir zu keiner eigenen, in uns ruhenden IDENTITÄT gelangen. In diesem Fall muss Identität auf einem äußeren Gehege basiren: Rollenspiele und zur Schau getragene Haltungen, in denen das Posieren von Gefühlen und Werten an die Stelle einer inneren Identität rückt. Dadurch werden Menschen in eine Abhängigkeit von äußeren Strukturen getrieben - wie Status, Besitz, Ordnung, Pflicht, Gehorsam. Wenn diese Strukturen durch ihre Eigendynamik ins Wanken geraten, brechen die Menschen, die ihre Identität darauf aufgebaut haben, auseinander. Das ist der Nährboden, der falsche Götter nicht nur zulässt, sondern begünstigt! Das Göttliche, das Erlösende, das Menschen suchen, wird außerhalb eines eigenen Seins gesucht.."

"Darum seh ein jeder zu, was er tut! Es ist ein jeder Mensch sein eigener Gott. Er formet(ihm) in seinem Willen selbst ein Centrum zu seinem Sitze. (Jakob Böhme)
In A. Gruen: Verratene Liebe - falsche Götter
Wer sich Selbst erkennt, erkennt den Herrn. (Sufismus)
Liebe dich Selbst und beobachte. (Buddhismus)
Liebe die andere wie dich Selbst. (Christlich)

Eigensinn

Montag, 8. August 2005

"Eine Stunde hinter Mitternacht,
Wo nur der Wald und der späte Mond
Und keine einzige Menschenseele wacht,
Steht breit und groß ein weißes Schloss,
Nur von mir und meinen Träumen bewohnt."

Hermann Hesse

Mut

Freitag, 24. Juni 2005

Ich schlage die Trommel und fürchte mich nicht. (ein zeitgenössischer Schriftsteller)