Arbeitspsychologischer Kongress des BÖP

Montag, 17. Oktober 2005

Abstract zum workshop

Arbeitsmittel RAUM als Leistungs- und Erfolgsfaktor

Das Produktionsmittel Raum ist ein wesentlicher Erfolgsgestaltungsfaktor und auch eine Chance zu mehr Lebens- und Leistungsqualität im Arbeitsalltag. Gerade auch für ArbeitspsychologInnen kann die Reflexion und Optimierung der feed-back Schleife Mensch und Arbeitsraum im Hinblick auf Funktionalität und Arbeitszufriedenheit und Gesundheitsförderung ein guter Ansatzpunkt sein.

Der Arbeitsalltag ist von zwei Faktoren gekennzeichnet . Die Prozesse werden schneller und vielfältiger. Wir verbringen immer mehr Zeit im Lebensfeld Arbeitsraum. Ein wesentlicher Aspekt von Organisationsgestaltung ist das Betriebsmittel Raum, das in seiner scheinbaren`Trägheit´ nicht ausreichend adaptiert wird, obwohl es Arbeitszufriedenheit, Kommunikationsabläufe, Arbeitsfähigkeit aber auch subjektives Wohlbefinden und Gesundheit massiv beeinflusst.
Arbeitspsychologie kann hier Bewusstseins schaffen und Beiträge zur Optimierung dieser Arbeitsumwelt einleiten.
Die Verfeinerung von Arbeitsprozessen , d.h. die höhere Bedeutung dessen WIE gearbeitet wird rückt auch die subtilen Raumgestaltungsfaktoren und seinen Einfluss auf den Erfolgsfaktor Mensch stärker in den Mittelpunkt der Nutzeninteressen und fordert unterschiedliche Disciplinen zur kinästhetischen Kooperation im Interesse von Effektivität und Effizienz.
Jeder Mensch hat Erfahrungen mit Räumen die einen `erschlagen´. Schwieriger ist es eigentverantwortliche, positive Gestaltungsansätze zur Optimierung zu entwickeln.
Der workshop behandelt unterschiedliche Möglichkeiten Arbeitsverhalten als Funktion von Person und UMWELT zu begreifen und gestaltend Einfluss zu nehmen.
Ziel ist Wissen und praktische Ansatzpunkte zu finden um Arbeitsräume so zu gestalten,dass sie Spiegel und Funktion für die inneren Absichten sind und die Ziele und Prozesse der Organisation bzw. der Nutzer unterstützen.
Mögliche workshopthemen:
• Funktionale Verantwortung für Raumökologie im Betrieb
• Philosophie und Menschenbildaspekte
• Ökopsychologische Interventionen
• Fragen zur Reflexion von Mensch und Raum
• Raum und Identität
• Gestaltungsfaktoren in der Arbeitspsychologie

Beraterprofil: Mag. Norbert Krennmair
Geboren 1961 - Wels – Matura – Magister der Wirtschaftspsychologie – 15 Jahre Praxis als Organisationsberater und Managementtrainer, Gründungsmitglied der Beratergruppe change 2 - Lektor an der Wirtschaftsuniversität Linz, Inst. f. Unternehmensführung GF des SBZ StressBeratungsZentrums Pollheimerstrasse Wels. ConSenso – Partner. Tätig in der Ausbildung von Organisationsberatern und Führungskräften– diverse Publikationen – Mitglied im Bundesleitungsteam der Wirtschaftspsychologen BÖP, Wien.
Beratungs- und Trainingsschwerpunkte:
_ Führungskräfteentwicklung
_ Gesundheitsförderung im Betrieb
_ Organisationsbelebung - externe Human Ressources Begleitung für KMU´s
_ Veränderung in Organisationen
_ Teamenrichment
Coaching (Karriere, burn-out, Krisen)

Arbeitspsychologie für Gesunde Organisationen

Montag, 8. August 2005

14./15.10.2005 Event-und Congresscenter Modul, Wien
Fachtagung des Berufsverbandes Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) gemeinsam mit der Sektion Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologie

workshop" Arbeitsmittel RAUM als Leistungs- und Erfolgsfaktor: Mag. Norbert Krennmair
Das Produktionsmittel Raum ist ein wesentlicher Erfolgsgestaltungsfaktor und auch eine Chance zu mehr Lebens- und Leistungsqualität im Arbeitsalltag. Gerade auch für ArbeitspsychologInnen kann die Reflexion und Optimierung der feed-back-Schleife Mensch und Arbeitsraum im Hinblick auf Funktionalität, Arbeitszufriedenheit und Gesundheitsförderung ein guter Ansatzpunkt sein.


Weitere Info: 01/407 26 71 15

burn out Symptome

Samstag, 18. Juni 2005

Symptome:

Gesundheit:
- Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
- Häufige bzw. chronisch Erkältungen, Infektionen
- Kopfschmerzen
- Schlafstörungen
- Magen-Darmstörungen, Ulcus
- Plötzlicher Gewichtsverlust bzw. – zunahme
- Chronische Verspannungen, Bandscheibenprobleme
- Erhöhte prämenstruelle Spannungen
- Zyklusverschiebungen, Ammenorrhoe
- Arbeitsunfälle durch risikoreiches Verhalten
- Bluthochdruck
- Diabetes, Asthma (je nach Prädisposition)

- Erhöhter Konsum von Nikotin, Alkohol, Tabletten, Kaffee ect.
- Risikoreiches Verhalten, Unfälle
- Starke Stimmungsschwankungen

Psychisch
- Hyperaktivität bzw. Antriebslosigkeit
- Erhöhte Reizbarkeit, Aggression
- Emotionale Distanzierung, Verflachung
- Paranoia
- Abnehmende emotionale Kontrolle
- Undefinierbare Ängste
- Panikattacken
- Konzentrationsschwäche
- Erhöhte Neigung zum Tagträumen
- Nervöse Ticks
- Zwanghaftes Verhalten?

Sozial
- Isolierung von Kollegen (bzw. Überbeanspruchung dieser)
- Mechanisierung der Klienten/Kunden-Beziehung
- Erhöhte Konflikthäufigkeit mit andern
- Soziale Isolierung (Arbeit deckt persönliche und soziale Bedürfnisse ab)
- Familiäre Probleme

Zynismus
Langeweile
Größenwahn
Misstrauen (Kollegen, Vorgesetzten, Supervisoren gegenüber)
Rechthaberei
Überkritische Haltung anderen gegenüber
Hoffnungslosigkeit, Gefühl der Machtlosigkeit, Bedeutungs- und Sinnlosigkeit

burn out

Samstag, 18. Juni 2005

Burn out ist…..

burnoutEine Erkrankung die in hohem Ausmaß mit gesellschaftlichen Leistungswerten konform geht und somit erst sehr spät erkannt wird.

Burn out bedeutet sich selbst bei dem Versuch zu zerstören, unter Aufbietung aller Kräfte unrealistische Erwartungen zu verwirklichen, die selbstgesetzt oder vom Wertesystem der Gesellschaft aufgezwungen sind (Freudenberger)

Burn out bedeutet den Versuch Ziele, Wünsche und Bedürfnisse, die nicht (mehr) oder nur unter Hintanstellung der meisten anderen Ziele zu realisieren sind (Burisch)


Die Literatur kennt folgende weitere Beschreibungen:

• Erfahrung körperlicher, geistiger und emotionaler Erschöpfung (Pines)
• Nicht in den eigenen Schuhen stehen. (Fremdgesteuert)

• Syndrom aus
1) emotionaler Erschöpfung,
2) Depersonalisierung und
3) reduzierter persönlicher Leistungsfähigkeit (Maslach, Jackson)

1) Verlust an Gefühl und Empfindung, Mangel an Zuversicht, Interesse und Vitalität
2) Negative oder unangemessene Einstellung in Bezug auf Kunden, Reizbarkeit, Verlust an Idealismus, Rückzug, Versachlichung
3) Depression, niedrige Arbeitsmoral, verminderte Produktivität und Leistungsfähigkeit

• Sich entleeren, die eigenen körperlichen und seelischen Ressourcen erschöpfen.

Arbeitspsychologie als Prävention

Dienstag, 7. Juni 2005

Arbeitspsychologie als Prävention

Ab 1. Jänner 2002 können laut der Novelle des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes
(AschG §159)
25% der Präventionszeit von ArbeitspsychologInnen geleistet werden.
(Analog: Bundesbedienstetenschuztgesetz)

Was tun ArbeitspsychologInnen?

• KonsulentInnen für Führungskräfte und MitarbeiterInnen
• AnsprechpartnerInnen für Einzelne, Teams, zwischen Abteilungen und hierarchischen Ebenen
• Kooperation mit ArbeitsmedizinerInnen, SicherheitstechnikerInnen, u.a.
• Stressmanagement und Burn Out-Prävention
• Entspannungstechniken für den Arbeitsalltag
• Entspannungstraining mit Biofeedback
• Work-Life-Balance
• Gesundheitszirkel
• Individuelles Zeitmanagement und Selbstorganisation
• Integratives Konfliktmanagement und Mediation
• Gesundheitsgerechte MitarbeiterInnenführung
• Psychohygiene am Arbeitsplatz
• Rückkehr- und Fehlzeitengesprächsführung für Führungskräfte
• Mobbing und seine Auswirkungen im Unternehmen
• Suchtprävention im Unternehmen
• Productive Ageing im Unternehmen
• Gender and diversity im Unternehmen
Quelle: Kooperationspartner Dr. Binder-Kriglstein, Beratungszentrum Austria

Arbeitspsychologischer Dienst im SBZ – Wels
Gerne betreuen wir ihren Betrieb oder beraten Einzelpersonen in arbeitspsychologischen Angelegenheiten. Mag. Norbert Krtennmair www.ikon.cc
• wir kooperieren mit:
www.beratungszentrum-austria.at

Mensch und Raum

Dienstag, 7. Juni 2005

Mensch und Raum
Raumbewusstsein, Präsenz und Sinnlichkeit
als Erfolgs- und Lebensgestaltungsfaktoren

Raumbewusstsein:
Man kann einen Menschen mit einem Raum genauso erschlagen wie mit einer Axt.
Der Mensch schafft sich `LebensRÄUME´in denen er sich und seine Werte zum Ausdruck bringt, selbst- oder fremdbestimmt

Die Räume werden bei immer schnelleren Persönlichkeitsentwicklungen (Lebensabschnitt) leicht zum selbstgewählten Gefängnis.

Die Haupträume sind Schlafraum (1/3tel), Arbeitsraum(1/3tel), Auto (...?), Wohnraum und die Verbindungswege dazwischen.

Schaffe ich diese Räume (Um-Gestaltbarkeit) oder schaffen sie mich? - Hausbau

Habe ich in meinen Räumen Raum für mich Selbst?
Präsenz:
Wer bin ich? Hier bin ich?
Jahwe: ich bin der Ich bin da (Spiritualität)
Liegst du schon wieder herum! (Erziehung)
Ungestörter Raum (Handy als jederzeitige Störbarkeit)
Jeder Augenblick ist einzigartig. (Lebendigkeit)
Zu viele Aufgaben (Zerstreutheit)
Inkonkruenz (Falschheit)
Etwas erreichen wollen. (Zukunftsorientiertheit)
Wie geht es? (Begrüßungsrituale)
Sinnlichkeit:
Es hat keinen Sinn den Sinn zu suchen, wenn die Sinne nicht entfaltet sind
Sie haben Augen zu Sehen und doch sehen sie nicht - sie Denken sich was aus. (Gestern-Morgen)
Das nehmen was ist, als Grundfähigkeit der natürlichen Autorität.
Wenn deine Fähigkeit dich anzustrengen, deine Fähigkeit zu genießen überformt, dann bist du allmählich am Ende.
Kulturelle Einschränkungen und Erlaubnisse

Ein Mensch der offen wahr nimmt, wird seine Umgebung immer wieder neu gestalten.
Wandelbarkeit als ökolog. Verantwortungsraum

Verfeinerung (Ästhetik) als Bewusstseinsentwicklung
Schönheit als Kulturmerkmal

Raum(kultur) haben´als Luxus und Privileg
Zugang zu Räumen (sozial, ökolog.) besitzen

Der Zustand Präsenz als `Freiheit´ und `Elite-Fähigkeit´
Kräfte gestalten als Selbstführungskraft
Auszug aus einem Vortrag für Rotary Wels Burg im ConSenso Haus
www.consenso.at

Selbst - steuerung

Montag, 6. Juni 2005

Der Begriff Selbststeuerung hat in der Psychologie eine ähnliche Bedeutung wie die im Alltag geläufigeren Begriffe Willensstärke und Selbstdisziplin. Gemeint ist die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und gegen innere und äußere Widerstände umzusetzen. Mit modernen experimentellen Methoden konnte nachgewiesen werden, dass die Umsetzung eigener, also selbst gewählter Ziele durch andere Systeme des Gehirns vermittelt wird als die verwirklichung fremder Ziele. Das Selbst ist ein rechtshemishärisch unterstütztes System, das eigene Erfahrungen in ein umfassendes und ständig wachsendes Selbstbild integriert. Wegen seiner enormen Ausdehnung operiert es weitgehend unbewusst, kann aber in Ausschnitten immer wieder bewusst gemacht werden. Der Nachteil einer nicht vollkommenen Bewusstseinsrepräsentanz wird dadruch aufgewogen, dass dieses System eine praktisch unbegrenzte Anzahl von Informationen simultan berücksichtigen kann. So kann auch bei komplexen Entscheidungen eine enorme Vielfalt von persönlichen Bedürfnissen (eigene und fremden), Zielen und möglichen Konsequenzen berücksichtigen, ohne dass man an jeden einzelnen Aspekt bewusst denken muss.

Veranstaltungshinweis:
1 Lehrgang Selbststeuerung Beratergruppe change 2; Univ.Prof. Kurt Buchinger/Mag. Norbert Krennmair;Carina Dworak Start 2./3.12.2005 Information: sbz.office@liwest.at; www.change2.at

2 Seminar Selbstcoachingkompetenz 4./5.11.2005 in Wels
Information: sbz.office@liwest.at